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Wintersport in Höhn: Auf der Piste wartet die pure Gaudi

Höhn. Einen Riesenspaß bei den augenblicklichen Schneeverhältnissen haben auch die Mitglieder des Skiclubs Höhn und all die Wintersportbegeisterten, die am Skihang bei Schönberg ihrem Hobby nachgehen. Sie alle werden in diesem Jahr für schneearme Zeiten großzügig entschädigt.

 An der Piste und in der Skihütte sind viele Helfer des Vereins im Einsatz. „Wir sind ein flexibles Team. Ich bin glücklich hier, man spricht sich ab, alles funktioniert“, schwärmt die Vorsitzende Kati Henrich. An gerade einmal fünf Tagen konnte zur vergangenen Wintersaison der Lift in Betrieb genommen werden – eigentlich zu wenig für den Aufwand, den die Wintersportenthusiasten im Vorfeld betreiben müssen. „25 Zentimeter Schnee sind Minimum, damit der Lift laufen kann“, berichtet Wendelin Kexel, einer der Altgedienten im Verein.

Seit dem 10. Januar ist der Lift nun in Betrieb. Und das ist gut so. Denn es gab für den Verein auch schon Wintertage ganz ohne die weiße Pracht. „Da bleiben wir letztlich auf den Kosten sitzen, weil uns dann die Einnahmen fehlen“, so Kexel. Geschätzte 15.000 bis 18.000 Euro an Unterhaltung, Miete, Anschaffungen und Reparaturarbeiten muss der Klub jährlich stemmen.

Am 16. Januar 1988 hatten acht Skisportbegeisterte den Höhner Skiclub aus der Taufe gehoben. Als Vorsitzender wurde Jochen Meise gewählt, den Stellvertreterposten übernahm Theo Petry. Am letzten Wochenende im Oktober 1988 fand der erste Skibasar im Jugendheim Schönberg statt, ein Termin, der seitdem ein fester Bestandteil im Vereinsleben ist.

1989 wurde mit dem Bau einer eigenen Skihütte begonnen. Im Winter 89/90 konnte der Lift bereits die ersten Skiläufer transportieren. Lift und der erste Pistenbully waren lange die Sorgenkinder des Vereins – gebrauchte Gerätschaften sind schließlich häufig anfällig und müssen gepflegt werden. Aber der „harte Kern“, der sich schnell gebildet hatte, bekam so langsam alles in den Griff, inklusive Technik und Bewirtung der Skihütte.

Die Jahre vergingen, und der Klub zählte in besten Zeiten mehr als 400 Mitglieder. Im Oktober 1994 wurde die Skischule des Klubs zur DSV-Skischule – ein wichtiger Meilenstein im Vereinsleben. Später kam, dem Trend entsprechend, eine Snowboard-Abteilung dazu. 1996 konnten Nadine Kexel und Marleen Osterkamp Erfolge als Rheinlandmeister feiern. Die Rennmannschaft wurde zum Aushängeschild für den Verein.

Nachdem im Winter 1990 Orkan „Wiebke“ und 2007 im Januar „Kyrill“ durch umgestürzte Bäume schwere Schäden verursachten, hätte ein Erlebnis im Winter 2001/02 die Ära des Klubs fast zerstört, als das Getriebe am Liftmotor einen Totalschaden erlitt. Die Gemeinde war als Besitzer nicht mehr in der Lage, die Kosten zu tragen, daher musste der Verein den Schaden übernehmen. Später wurde dem Skiclub die Gesamtanlage von der Gemeinde Höhn nach dem Erbbaurecht mit notariellem Vertrag rückwirkend zum Januar 2000 für 50 Jahre übertragen. Mit 700 Metern Abfahrt ist die Piste laut Skiclub die längste im Westerwald. Mitte bis Ende November laufen in Höhn die erste Saisonvorbereitungen an: Das Gehänge am Lift muss geprüft werden, circa 35 davon müssen montiert werden, fünf stehen zum Austausch bereit. Auch der Hang, eigentlich eine Wiese, muss das Jahr über mit Mäh- und Mulcharbeiten in Ordnung gehalten werden. Der Lift selbst wird regelmäßig vom TÜV überprüft, und auch der Pistenbully muss gewartet werden. Im Frühjahr möchte der Verein die Geländemodellierung beenden. „Vor acht Jahren haben wir den unteren Teil des Skihangs nachmodellieren lassen“, erläutert Wendelin Kexel. Die Strecke sei gerade für Anfänger wegen der Kuhlen sehr begrenzt nutzbar gewesen, und der Schwung habe zudem nicht für eine „homogene Strecke“ ausgereicht. Hunderte von Lkw-Ladungen mit Erdaushub wurden aus dem Nahgebiet um Höhn angefahren.

Sieben Skilehrer sind für den Verein aktiv. Der Klub bietet gerade Kindern aus der Region ein buntes Angebot. So etwa das Abschussrennen der Skischule, die es seit 26 Jahren gibt. Als Lohn winken Urkunde, Preise und zum Abschluss eine Kinderparty. „Wir richten keine Vereinsrennen mehr wie andere Vereine aus, stattdessen gibt es bei uns jetzt das Jedermann-Rennen“, berichtet Kati Henrich. Sie kann sich einer breiten Unterstützung im Verein sicher sein. „Wir haben ein sehr flexibles Team und einen harten Kern von etwa 20 Personen, die super mit anpacken“, so die Vorsitzende. Um die Zukunft braucht es beim Skiclub Höhn sicherlich niemand Bange zu sein – es sei denn der Schnee bleibt aus. Die schneearmen Winter waren und sind schließlich für Vereine, die im Westerwald auf Naturschnee angewiesen sind, immer ein Problem.

Von unserem Redakteur
Michael Wenzel


Was Schneesportler über die Anlage wissen sollten

Liftanlage und Skihütte befinden sich am Ortsausgang von Höhn-Schönberg in Richtung Bad Marienberg auf der rechten Seite. Parkmöglichleiten bestehen auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Vom Parkplatz sind es nur etwa 200 Meter Fußweg bis zur Skihütte.

Die Abfahrtspiste führt etwa 700 Meter leicht geschwungen durch den Wald bis zur etwa 80 Höhenmeter tiefer gelegenen Talstation des Doppelbügel-Schleppliftes. An der Bergstation befindet sich der Babylift; Ski- und Snowboardkurse werden angeboten. Es gibt einen Schlittenverleih für Kinder und Erwachsene. Die Liftanlagen sind mit Flutlicht ausgestattet, so dass der Skispaß bis in die späten Abendstunden andauern kann. Die Hütte ist während des Liftbetriebes bewirtet, es werden Getränke sowie Imbissgerichte bzw. Kaffee und Kuchen zu moderaten Preisen angeboten. Schneetelefon/Skihütte: 02661/404 69 oder Kati Henrich 0160/949.960 88.

http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/westerwald_artikel,-wintersport-in-hoehn-auf-der-piste-wartet-die-pure-gaudi-_arid,1600722.html

 

Bericht von der Spendenübergabe an den Verein "Kleine Herzen Westerwald e.V. "

 

Skiclub Höhn e.V.
info(at)skiclub-hoehn.de, Hüttentelefon 02661/40469